(Ritual) Demos neu Denken

19. Februar, 8. März, 1. Mai es gibt Tage an denen wir schon ein Jahr vorher wissen, das wir auf eine Demo gehen – lasst uns diese Momente für Bewegungsaufbau nutzen!

Demos gehören zu einer Kerntaktiken der Linken und wir fragen uns wie diese zum Bewegungaufbau genutzt werden kann. Zentral dafür ist der Gedanke, das Demo weniger appelieren, weniger passive, weniger asymetrisch werden sollen. Die Basis von der neuen Demo muss sein miteinander ins Gespräch zu kommen – nur so kann von einer Demo organisierung und selbstorganisierung ermöglicht werden.

Geschichtlich sollten Demos einmal Strärke und Disziplin in militärischer Stil symbolisieren – so entstand der Demozug. Ende des 19 Jahrhunder – Anfang des 20 Jahrhundert bestand unter den herschenden ständige Revolutionsangst, dadurch waren die Demos erfolgreich: Sie erzeugten Angst. Heute hat niemand mehr Angst vor einer Demo, deswegen müssen wir ihre Form und Funktion überdenken. Diese geschichtliche Veränderungen und was Demos heute sein könnten gehen wir in „Demos sind egal geworden“ nach.

Konkreter auf Ritualdemos und 8. März im besonderen haben wir uns strategisch gefragt „Wie wir Ritualdemos lebendig gestalten können?„:

Für uns ist die Vision, wie ein atmender Organismus zu werden, der sich ausdehnt und wieder zusammenzieht, der an bestimmten Momenten zum Austauschen zusammenkommt und dann wieder sich in die unterschiedlichen Kontexte verteilt, ohne sich zu zerstreuen. Wir glauben, dass das die zentrale Aufgabe vom 8. März ist: Orte des lebendigen Zusammenkommens zu schaffen, wo wir zentrale Fragen in unserer Praxis diskutieren können und dann mit neuen Impulsen und Perspektiven empowert in unsere Kontexte zurückkommen können. (Ausschnitt aus unserem Text „8. März – wie können wir dieses Ritual lebendig gestalten?„)

Diese Vision haben wir nicht nur für den 8. März, sondern auch für die anderen Ritualdemos. Wie wäre es wenn auf dem 1. Mai eine organische Verbindung von unterschiedlichen teilen der Arbeiter*innenklassen käme? Was würde es mit kulturellen trennungen innerhalb der Linke machen, wenn wir uns regelmäßig auf Augenhöhe und Seite an Seite begegnen würde und nicht nur wie in einer Fußgängerzone einander vorbeilaufen würden?

Wie kann jetzt eine neue Demo konkret aussehen?

Wir haben ein ausführliches Konzept geschrieben, was als Ideensammlung und Ausgangspunkt für so ziemlich jede Demo (die kein Aktionziel) dienen könnte. Zentraler Gedanke sind die thematischen Kleingruppen: Wenn sich Menschen an vorgegeben Themen entlang austauschen, dann kommen sie direkt mit Menschen ins Gespräch die das Interesse und Anliegen teilen. Dadurch könnten die Menschen sich gegenseitig als Verbündete entdecken und Selbstorganisation wird deutlich wahrscheinlicher.

Wenn diese thematischen Gruppen darüber hinaus angeleitet werden von Polit-Gruppen die zu dem Thema arbeiten entsteht automatisch eine organische Verbindung zwischen den interessierten Menschen und Menschen die eine konkrete Praxis zu diesem Thema haben.

Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Ideen im Konzept:

Nehmt gerne mit uns Kontakt auf für Gedanken, Erfahrungen und Austausch.

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