Eine lange Tradition in der Linken, vor allem in autonomen Räumen, ist es Demos als Taktik für Aktionen neu zu Denken. Während sie bisher auf diesem Blog Demos in ihrem Austausch und Vernetzungsgedanken radikalisiert wurden, gibt es durchaus eine lange Tradition Demos als Mittel zu Aktionen zu radikalisieren.
In diesem Artikel wollen wir vor allem auf die Arbeit der Projektwerkstatt Saasen aufmerksam machen, weil es dort sehr viel Material und noch mehr Verweise auf Material aus den letzten Jahrzehnten von Bewegungsauseinandersetzung mit Demos gibt. Die einen sagen Übersichtlich die anderen sagen Materialreich, aber auf jeden Fall sehr interessant und eine reiche Fundgrupe: Hier geht es zu Seite.
Die Kritik an Demos welche sie zu mehr zu Aktionen machen möchte, besteht vor allem in vier Punkte (vollständige Version):
- „Berechenbarkeit: Eine Demonstration, deren Organisation und Verlauf sich am geltenden Versammlungsrecht orientiert, ist weitgehend berechenbar. […]
- Mangelnde Kommunikation nach außen: Die Demo ist weitgehend auf sich selbst bezogen. Mit den Menschen, die außerhalb der Demo auf diese schauen (oder auch nicht) entsteht keine Kommunikation […]
- Kanalisierung: Die Mobilisierung von Demonstrationen frisst erhebliche Ressourcen und fokussiert die öffentliche Wahrnehmung auf das Großereignis. […] Demos solcher Art stärken nicht den Widerstand, sondern ersetzen diesen.
- Funktionalisierung und Hierarchien: Das Versammlungsrecht bzw. die Auflagen der Polizei (oft genug in bestem Einvernehmen mit den Demoorganisator*innen!) fordern eine scharfe interne Hierarchie für Demos.“
Die Webseite hört aber nicht bei der Analyse auf, sondern beschäftigt sich auch mit:
Schaut dort auf jeden Fall mal vorbei.
PS: Wenn Links auf der Webseite nicht mehr funktionieren, könnt ihr die meisten Seiten über das Internetarchive archive.org wiederfinden, in dem ihr den Link und das Datum eintragt.
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